In Europa liegt die Prävalenz der arteriellen Hypertonie > 30%.

Die arterielle Hypertonie zählt zu den Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen wie koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt, den Schlaganfall oder die peripher arterielle Verschlusskrankheit. Viele Hypertoniker wissen nichts von Ihrer Erkrankung. Von den bekannten Hypertonikern sind ca. 50% unzureichend oder nicht therapiert. Daher ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig zu überwachen und ggf. auch zu behandeln.

Um die sichere Diagnose eines Bluthochdrucks zu stellen, reichen Einzelmessungen nicht aus. Der Blutdruck unterliegt tageszeitlichen Schwankungen (Tag- Nachtrhythmus)  und wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie Stress, körperliche Anstrengung, Aufregung oder Angst. Viele Patienten haben auch einen sogenannten „Weißkittel-Hochdruck“, d.h. der Blutdruck steigt in der Praxis oder bei Anwesenheit des Arztes.

Bei bestehender Bluthochdruckerkrankung oder Verdacht auf diese, ist die Langzeit-Blutdruckmessung ein besonders aufschlussreiches Verfahren zur Messung der Blutdruckwerte im Tages- und Nachtverlauf in Ihrer gewohnten Umgebung und Alltagsbedingungen.

Hierbei trägt der Patient eine automatisch aufblasbare Blutdruckmanschette am Oberarm über meistens 24 Stunden. Diese ist mit einem kleinen Aufnahmegerät verbunden, welches bequem unter der Kleidung getragen werden kann. Mehrmals in der Stunde (im Regelfall am Tag alle 15 Minuten, nachts alle 30 Minuten) wird der Blutdruck gemessen und registriert. Am Ende der Untersuchung kann das Gerät selbst vom Patienten abgenommen werden. Die Auswertung erfolgt dann durch den Arzt am Computer (u.a. Maximal-, Minimal-, Mittelwerte). So kann ein aussagekräftiges, individuelles, Blutdruckprofil unter verschiedenen Belastungssituationen dargestellt und ein evtl. therapeutisches Vorgehen besprochen werden. Ebenso  kann hierdurch eine Optimierung einer bereits bestehenden Medikation erfolgen (Vermeidung von Über- und Untertherapie).

Die Untersuchung ist praktisch risikolos. Während der Messungen muss der Arm nur ruhig in Herzhöhe gehalten werden, um Fehlmessungen zu vermeiden. Wichtig ist die Aufzeichnung ihrer Aktivitäten, Beschwerden und Medikamenteneinnahme in einem Begleitprotokoll, welches Sie zusätzlich erhalten.

Sie können Ihren üblichen Alltagstätigkeiten nachgehen, sollten aber nicht Duschen, Baden oder Schwimmen.

Privatarztpraxis
Dr. Steffen Kabus

Facharzt Innere Medizin/Notarzt

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